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Informationen zur Internationalen Kommission für Militärgeschichte

Informationen zur Internationalen Kommission für Militärgeschichte
Die Internationale Kommission für Militärgeschichte (Commission Internationale d'Histoire Militaire, CIHM) wurde 1938 als Arbeitsgruppe im Rahmen des "International Committee of Historical Sciences" (ICHS) gegründet. Im Juli 1972 erhielt die CIHM den Status einer "Affiliated International Organisation", den sie bis zum heutigen Tag innerhalb des ICHS (das zur Unesco gehört) behalten hat.

Die Ziele der CIHM lassen sich kurz mit der Förderung und Koordination militärisch-historischer Forschung über die Landesgrenzen hinaus zusammenfassen. Die CIHM sieht sich als Plattform für den Gedankenaustausch von Militärhistorikern. Die CIHM ist aus nationalen Kommissionen aufgebaut. Diesen nationalen Kommissionen sind die Militärhistoriker des jeweiligen Mitgliedstaates der Vereinten Nationen angeschlossen.

Die CIHM verfolgt ihre Ziele durch:

  • Organisation von Kongressen und Konferenzen. In den Anfangsjahren wurden derartige internationale Kongresse alle fünf Jahre, zusammen mit dem ICHS-Kongress, organisiert. Der zunehmende Bedarf an Gelegenheiten zum Gedankenaustausch und an der Entwicklung von Ideen während des Kalten Krieges hat zum Anstieg der Anzahl Kongresse geführt. Seit 1980 hat in jedem Jahr ein militärgeschichtlicher Kongress stattgefunden. Die Organisation eines solchen Kongresses liegt in den Händen der angeschlossenen nationalen Kommissionen.
  • Veröffentlichung der Referate, die während der militärgeschichtlichen Kongresse gehalten wurden, in Buchform. Bisher sind 29 dieser "Acta" - von denen einige mehr als einen Band zählen - erschienen.
  • Herausgabe der "International Review of Military History" die darauf abzielt, bestimmten Aspekten der Militärgeschichte eines Landes oder einer Region einen größeren Bekanntheitsgrad zu verschaffen. Seit der erste Teil 1939 in Paris erschien, wurden weitere 85 Bände veröffentlicht.
  • Herausgabe der "International Biography of Military History", durch die seit 1978 einem breiten Publikum die wichtigste militärgeschichtliche Literatur zugänglich gemacht wird. Von dieser Veröffentlichung, für deren Redaktion der Bibliographieausschuss verantwortlich zeichnet, sind inzwischen 27 Teile erschienen.
  • Anregung von Beratungen zwischen den Verantwortlichen für bedeutende militärgeschichtliche Archivsammlungen und Förderung von Gesprächen zwischen ihnen und den wichtigsten Nutzern der Archivalien - den militärgeschichtlichen Forschern. Die Arbeiten des Archivausschusses resultierten unter anderem in einem Rundbrief, der seit 1990 jährlich erscheint. Diese Veröffentlichung erscheint seit Anfang 2002 unter dem Namen „Mars & Janus“. 

Die Geschäftsführung der CIHM unter Leitung von Prof. Dr. L. de Vos bemüht sich darum, die Zahl der angeschlossenen nationalen Kommissionen zu erhöhen und damit das Wirkungsgebiet des CIHM zu vergrößern. Angesichts des regen Interesses an militärgeschichtlichen Kongressen, des regelmäßigen Stroms von Veröffentlichungen sowie der zahlreichen multi- und bilateralen Forschungsprojekte, die ihren Ursprung im CIHM-Netzwerk haben, kann festgestellt werden, dass die CIHM auch im neuen Jahrtausend ein bedeutender Transferpunkt innerhalb der militärgeschichtlichen Gemeinschaft ist. 


Generalsekretär
Piet Kamphuis
Direktor Niederländisches Institut für Militärgeschichte